Die Stadt Karlsruhe (ca. 300.000 Einwohner) verfügt über ein gut 70 Kilometer langes Straßenbahnnetz. Bereits im Jahre 1958 wurde zusätzlich der Grundstein für die Erweiterung um ein modernes, bis weit ins Umland reichendes Stadtbahnnetz gelegt, als die bis dato meterspurige Albtalbahn auf Normalspur umgespurt, mit 750 Volt elektrifiziert und auf Straßenbahnfahrzeuge umgestellt wurde. Der Erfolg ermunterte dazu, weitere Stadtbahnstrecken zu bauen, teilweise unter Nutzung ehemaliger Eisenbahnstrecken (heutige S1, S11 und S2). Im Jahre 1992 wurde dann als Weltneuheit erstmals eine Stadtbahnlinie mit Zweisystemfahrzeugen eingerichtet, die hinter Durlach auf das Netz der Deutschen Bahn wechselt und die Fahrt auf Eisenbahngleisen fortsetzt. Diese Idee war so erfolgreich, dass sie mittlerweile als "Karlsruher Modell" in etlichen Regionen im In- und Ausland kopiert wurde. Das Stadtbahnetz ist inzwischen auf fast 600 Kilometer Länge angewachsen, hat zahlreiche Systemwechselstellen für den Übergang zwischen Eisenbahn und Straßenbahn und hat sich auch auf den Großraum Heilbronn ausgedehnt.

Betrieben wird die Straßenbahn in Karlsruhe von der VBK (Verkehrsbetriebe Karlsruhe), die Stadtbahn von der Albtal-Verkehrsgesellschaft, kurz AVG. Beide wirken zusammen im → Karlsruher Verkehrsverbund KVV und treten auch unter dieser Dachmarke auf.
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